Hotels der Zukunft? Warum „Insellösungen" teurer sind, als man denkt

Hotels der Zukunft? Warum „Insellösungen" teurer sind, als man denkt
Im Grunde ist für Gäste heute fast alles digital möglich, und laut aktuellen Studien ist das auch ausdrücklich gewünscht. Rund 73 % der Reisenden bevorzugen Hotels, die Technologien vermehrt einsetzen, um den physischen Kontakt mit dem Personal zu reduzieren, aber auch für einen angenehmeren reibungsloseren Aufenthalt zu sorgen. Ein kontaktloser Check-in, der bereits während der Fahrt vom Flughafen zum Hotel erfolgt, ist damit längst kein nettes Extra mehr, sondern eine klare Erwartung [Statista].
Dabei ist der digitale Check-in nur eine leicht sichtbare und vergleichsweise einfache Anwendung. Während Gäste stabiles WLAN und einen reibungslos funktionierenden Smart TV als selbstverständlich voraussetzen, herrscht im Hintergrund vieler Häuser eine deutlich komplexere Realität. Moderne Hotel-IT steuert heute nahezu alle Abläufe, von der Warenwirtschaft, etwa beim Lebensmitteleinkauf, Reinigungsservice oder Roomservice, bis hin zur Gebäudeleittechnik für Licht, Strom, Heizung oder Wellnessbereiche. Was für den Gast nahtlos wirken soll, basiert intern auf einer Vielzahl technischer Systeme.
Genau hier liegt eine der größten Herausforderungen der Branche. Viele Hotels haben über Jahre hinweg für einzelne Bereiche jeweils eigene Anbieter gewählt. Kurzfristig erscheint das oft schneller und günstiger. Langfristig entsteht jedoch häufig ein technologischer Flickenteppich. Die Fraunhofer-Studie „FutureHotel" zeigt, dass die fehlende Integration dieser Systeme eine der größten Hürden für die Widerstandsfähigkeit, also die Resilienz von Hotels darstellt [FutureHotel – Fraunhofer IAO].
Wenn Systeme nicht korrekt miteinander kommunizieren, entstehen schnell Kettenreaktionen. Ein Fehler im Property Management System kann dazu führen, dass digitale Schlüssel nicht erstellt werden. Die Heizung läuft weiter, obwohl das Zimmer bereits leer ist, weil die Gebäudeleittechnik keine Information über die Abreise erhält. Gleichzeitig erhöhen unterschiedliche Update-Zyklen verschiedener Anbieter das Risiko von Sicherheitslücken. Die Überwindung von Datensilos und die Migration in integrierte Cloud-Umgebungen ist heute die zentrale Voraussetzung, um operative Kosten zu senken und Cyber-Risiken zu minimieren. Nicht ohne Grund ist dies auch eine unserer Kernexpertisen. Die eigentlichen Kosten dieser Fragmentierung werden oft erst im laufenden Betrieb sichtbar. Neben unseren Einblicken bei unseren Kunden sehen wir dies auch in Industriepapieren wie von Deloitte [Travel & Hospitality Outlook 2024/2025].
Eine zentral integrierte Lösung wird damit zu einem entscheidenden wirtschaftlichen Faktor. Besonders im Hinblick auf den akuten Fachkräftemangel gewinnt Automatisierung an Bedeutung. Laut einem Oracle-Report möchten 65 % der Hoteliers Technologien nutzen, um Personalengpässe besser zu bewältigen. Wenn Routineprozesse wie Check-in oder Rechnungsstellung automatisiert und systemübergreifend ablaufen, reduziert das nicht nur den manuellen Aufwand. Gleichzeitig stehen aktuelle Daten zu Auslastung, Einnahmen und Ausgaben jederzeit zentral zur Verfügung, ein klarer Vorteil für operative Entscheidungen und die Buchhaltung [Skift: Hospitality in 2025]. Durch die Nutzung von GenKI sehen wir auch vermehrt, dass Volumenaufgaben in der Kundenschnittstelle, wie das Heraussuchen einer Rechnung nach einer E-Mailanfrage, dem Personal abgenommen wird und dabei Zeit für Aufgaben mit größerem Mehrwert haben (z.B. Betreuung vor Ort).
Für Gäste wiederum gehört eine stabile digitale Infrastruktur inzwischen zur Grundversorgung. Laut Skift wird ein leistungsfähiges Netzwerk heute ähnlich selbstverständlich erwartet wie Wasser oder Strom. Ein NaaS-Ansatz stellt sicher, dass die technische Ausstattung aktuell bleibt und die verfügbare Bandbreite flexibel dort eingesetzt wird, wo sie gerade benötigt wird, wie etwa im Konferenzbereich oder beim Streaming im Gästezimmer.
Für Gäste wiederum gehört eine stabile digitale Infrastruktur inzwischen zur Grundversorgung. Laut Skift wird ein leistungsfähiges Netzwerk heute ähnlich selbstverständlich erwartet wie Wasser oder Strom. Ein NaaS-Ansatz stellt sicher, dass die technische Ausstattung aktuell bleibt und die verfügbare Bandbreite flexibel dort eingesetzt wird, wo sie gerade benötigt wird, wie etwa im Konferenzbereich oder beim Streaming im Gästezimmer. [Skift].
Die Digitalisierung in der Hotellerie ist damit kein einmaliges Projekt, sondern eine langfristige strategische Entscheidung.
Photo by Andrew Neel and Ketut Subiyanto


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