Wenn die Praxissoftware steht, stehen auch die Patienten

Wenn die Praxissoftware steht, stehen auch die Patienten
Freitag, 17:40 Uhr. Die letzte Patientin wartet auf ihr Rezept. Das PVS zeigt einen Datenbankfehler. Die MFA versucht einen Neustart. Der Server braucht acht Minuten, die Software verbindet sich nicht mehr mit der Datenbank. Das Rezept wird handschriftlich ausgestellt.
Am Montag stellt sich heraus, dass das Backup seit sechs Wochen fehlschlägt.
Das ist kein konstruiertes Beispiel.
Warum IT in Arztpraxen anders ist
PVS, TI-Konnektor, KIM, medizinische Geräte mit proprietären Schnittstellen. Alles hängt zusammen, und wenn ein Element ausfällt, zieht es oft andere mit. Firmware-Updates am Konnektor kündigen sich nicht an. KIM-Dienste fallen nach einem Zertifikatswechsel still aus, ohne Fehlermeldung. Das PVS bootet, verbindet sich aber nicht mehr sauber mit der Datenbank.
Das PVS ist immer das erste, worüber geredet wird, aber selten das eigentliche Problem. medatixx zum Beispiel läuft auf einer Firebird-Datenbank, die empfindlich auf abrupte Serverneustarts reagiert. Wenn der Server hart ausgeschaltet wird, weil „er hängt", kann die Datenbank korrupt werden. Das ist kein Softwarefehler. Das ist ein Infrastrukturproblem: fehlende USV, kein sauberer Shutdown-Prozess, kein Monitoring, das den Zustand der Datenbank prüft.
Bei CGM M1 PRO sehen wir andere Muster. Die Software braucht spezifische SQL-Server-Konfigurationen. Wenn ein IT-Dienstleister, der das System nicht kennt, ein Windows-Update einspielt, das die SQL-Kompatibilität verändert, steht montagmorgens die Praxis. Wir haben das dreimal in den letzten zwei Jahren erlebt.
Dann die Telematikinfrastruktur. Der Konnektor ist ein Gerät, das die meisten Praxisteams nur als blinkende Box kennen. Wenn nach einem Firmware-Update der KIM-Dienst nicht mehr startet, weiß die MFA nicht weiter. Der PVS-Hersteller sagt: liegt am Konnektor. Der Konnektorhersteller sagt: liegt am Netzwerk. Der Internetprovider sagt: bei uns ist alles grün. Drei Parteien, keine Lösung. Das ist der Moment, in dem ein IT-Dienstleister, der alle drei Ebenen kennt, den Unterschied macht.
Und dann sind da die Dinge, die niemand auf dem Schirm hat. Ein TI-Zertifikat, das in vier Wochen abläuft und nicht rechtzeitig erneuert wird. Eine Firewall, deren Lizenz ausgelaufen ist und die seit drei Monaten keine Signatur-Updates mehr bekommt. Ein WLAN-Passwort, das seit der Praxisgründung nicht geändert wurde und auf einem Post-it am Empfang klebt.
Was wir tun
Server, Netzwerk, Firewall, WLAN, Telematikinfrastruktur, Backup. Die Praxissoftware selbst betreut der Hersteller und wir betreuen alles, worauf sie läuft. Mit medatixx, CGM M1 PRO, x.isynet und anderen Systemen sind wir vertraut genug, um bei Schnittstellenproblemen nicht auf den Herstellersupport warten zu müssen.
Unsere Monitoring-Systeme laufen kontinuierlich. Ein Backup, das stillsteht, fällt uns nach 24 Stunden auf. Nicht nach sechs Wochen.
Wie der Einstieg läuft
Bei einer Bestandsaufnahme vor Ort nehmen wir alle wichtigen Informationen auf: Netzwerk, Server, TI, PVS-Umgebung, Backup, Sicherheitskonzept. Daraus entsteht ein konkretes Bild, kein Angebot ins Blaue und in Zukunft kann problemlos geholfen werden.
Danach erfolgt eine laufende Betreuung mit festen Ansprechpartnern, die die Praxis kennen und nicht bei jedem Anruf neu erklärt bekommen müssen, wie das Netzwerk aufgebaut ist.

Typische Fragen
Unser PVS läuft langsam. Liegt das an der Software oder an der IT? Meistens an der IT. Zu wenig Arbeitsspeicher, eine überlastete Datenbank, ein Netzwerk mit Engstellen. Wir prüfen das und sagen Ihnen, wo das Problem liegt.
Wir haben schon einen IT-Dienstleister, aber der kennt unser PVS nicht. Genau das ist das häufigste Problem. Ein IT-Dienstleister, der Windows-Server kann, aber nicht weiß, dass medatixx auf Firebird läuft, wird bei Datenbankproblemen ratlos sein. Wir kennen die gängigen PVS-Systeme aus der täglichen Arbeit.
Was kostet IT-Betreuung für eine Arztpraxis in Berlin? Abhängig von Größe und Komplexität kommen kleinere Praxen mit weniger als 1000€ aus, bei größeren MVZen bewegen sich die Kosten schnell über 5000€. Wir arbeiten mit Stundenkontingenten, nicht mit Pauschalen pro Arbeitsplatz. VIele Wettbewerber rufen Preise zwischen 100-150€/Stunde auf. Ein Erstgespräch vor Ort ist kostenlos.
Können wir Microsoft-Lizenzen und Sicherheitssoftware über DaPhi beziehen? Ja. Microsoft 365, Endpoint-Schutz und Backup-Lösungen. Wir sind ein Anbieter mit eine Rechnung, der sich umfassen kümmert.
Wie läuft die Umstellung auf TI 2.0? Der Konnektor wird langfristig durch eine softwarebasierte Lösung ersetzt. Die Umstellung erfordert Vorbereitung. Wir begleiten den gesamten Prozess.
Welche IT-Sicherheitsanforderungen gelten für Arztpraxen nach §75b SGB V? Die KBV-Richtlinie definiert Mindestanforderungen an Firewall, Virenschutz, Zugangskontrolle, Backup und Dokumentation. Wir setzen die technischen Maßnahmen um und dokumentieren sie.
Wie finde ich ein IT-Systemhaus, das sich mit Praxis-IT auskennt? Fragen Sie nach konkreten Referenzen im Gesundheitswesen. Fragen Sie, welche PVS-Systeme der Dienstleister kennt. Und fragen Sie, ob er weiß, was ein TI-Konnektor ist. Wenn er nachschlagen muss, ist er der Falsche.
Photo by Pixabay and Tima Miroshnichenko










