Mit dem E-Auto durch Berlin

Das Berliner IT Systemhaus DaPhi fährt ein Elektroauto

(Berlin, 24.07.2017) Das "Regierungsprogramm Elektromobilität" der Bundesregierung aus dem Jahr 2011 formulierte das Ziel, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln. Bis 2020 sollen danach eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Mitte letzten Jahres wurden laut einer Recherche der Zeitung Welt 10.481 E-Autos zugelassen. Das sind aufgerundet 0,4 Prozent der Gesamtneuzulassungen von circa 3,5 Millionen Autos. Da geht es also nicht so richtig voran. Als IT Systemhaus sind wir per se Teil einer innovativen Branche und wollten den Wandel ein wenig voranbringen. Obwohl es sich finanziell überhaupt nicht rechnet, interessierte uns die Technik und die Erfahrungen, die wir sammeln können, und die wir heute gerne weitergeben. Seit Oktober 2016 haben wir einen Renault Kangoo Z.E. in unserem Fuhrpark und sind inzwischen damit 3000 Kilometer kreuz und quer durch Berlin gefahren. Erstes Fazit: es ist das meistgebuchte, also beliebteste Auto unserer Systemadministratoren.

"Es ist ein wahnsinnig tolles Auto für die Stadt", sagt auch Geschäftsführer Philipp Krey, "man hat zwar im Winter gerade mal eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern, aber das reicht für zwei bis drei Kundentermine locker. Es ist sehr leise und beschleunigt sehr gut." Im Winter ist der Stromverbrauch so hoch, weil wir uns für ein reines E-Mobil entschieden haben, das auch ohne die gängige dieselbetriebene Hilfsheizung auskommt. Alle Mitarbeiter haben für das Auto eine Einweisung unseres Autohauses erhalten, in der sie Tipps zum energiesparenden Fahren erhielten. "Manche Mitarbeiter schaffen es, 50 Kilometer lang nur mit Motorbremse zu fahren. Dabei wird Energie produziert anstatt verbraucht. Das spart ungemein", freut sich Krey. Ein Schnäppchen ist so ein E-Auto nämlich nicht. Es kostet auch mit den staatlichen Prämien einige Tausend mehr als ein vergleichbarer Benziner. Hinzu kam bei DaPhi die Investition in eine eigene Ladesäule, um den Wagen jeden Morgen einsatzbereit zu haben.

"Privat würde man sich so ein Auto eher nicht zulegen", meint Krey, "so aber haben unsere Mitarbeiter die Gelegenheit während der Arbeit Erfahrungen zu sammeln und sich profund an der öffentlichen Diskussion zu beteiligen." Am Ende sollte vielleicht auch nicht der Umweltaspekt vergessen werden. Der DaPhi Kangoo fährt komplett emissionsfrei, da er über den Naturstrom-Tarif geladen wird, den die Firma schon seit Jahren nutzt.

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